Detailliertere technische Informationen zu den Gerätschaften findet man auch bei robotrontechnik.de

 

 

 

Drucktechnik von superschwer bis mobil 

Ob im Büro- oder Heimbereich benötigte man sie für die Rechentechnik zur Text- bzw.teilweise auch Grafikausgabe. Der Einsatz von Druckern war ein nicht zu unterschätzender  Kosten- und Beschaffungsfaktor, deshalb wurden auch Schreibmaschinen über integrierte oder externe Schnittstellen zur Ausgabe genutzt.  Einiges davon hat sich auch bei mir angesammelt: 

Typenraddrucker


SD1152/251


Mit den Maßen 724x230x457 mm und einem Gewicht von 38Kg  ist dieser Typenraddrucker, welcher in den Jahren 1981-89 im Büromaschinenwerk Sömmerda gebaut wurde schon ein gewichtiges Stück Technik . Er konnte Leporellopapier, Rollenpapier oder Einzelblätter bis zum Format DIN A3 bedrucken. Das Druckwerk entspricht dem der Typenradschreibmaschine S6001.  Die Druckgeschwindigkeit von maximal 40 Zeichen pro Sekunde war schon eine technische Herausforderung, besitzt doch der Druckwagen mit allen zu bewegenden Teilen eine äquivalente Masse von ca. 1,2 kg. und diese Masse musste 40 x pro Sekunde beschleunigt und wieder sicher zu Stehen gebracht werden, da war ein massiver Gesamtaufbau schon Bedingung.


Nadeldrucker



K6313





Der vom
Büromaschinenwerk Sömmerda hergestellte 9-Nadel-Drucker K6313 war der wohl verbreitetste Drucker der DDR. Mit einem Leporelloeinzug ausgerüstet und konnte  randgelochtes Endlospapier, Rollenpapier sowie Einzelblätter mit einer Breite bis DIN B4 verarbeitet  werden.

K6319






Der Nadeldrucker K6319 ist der Nachfolger des K6313, hier schon als "Nachwendeprodukt" unter dem Herstellernamen Soemtron

Robotron P87RC alias EPSON LX86







Ein Importgerät von der Firma EPSON, mit dem ROBOTRON - Logo, kostete seinerzeit etwa 4500 Mark

Thermodrucker


Thermodrucker K6304 oder auch TS80 / TP048


Der Thermodrucker K6304 war das Leichtgewicht unter den DDR-Druckern. Er wurde von 1987-1990 im Büromaschinenwerk Sömmerda produziert.

Der Direktdruck auf Thermopapier war allerdings nicht besonders kontrastreich und haltbar, aber durch die Verwendung von Thermotransferbändern konnte dies verbessert werden.


Büroschreibmaschinen
                                       




S6001






Typenrad-Schreibmaschine S6001 gebaut ab 1980 vom Optima-Robotron Büromaschinenwerk Erfurt, DIE erste vollelektronische Schreibmaschine der DDR, mit Funktionen wie automatischer Korrekturvorgang, Papiereinzug mit automatischer Formaterkennung,  dezimalstellengerechtes Einrücken, automatisches Unterstreichen, Speicher für Tabellen-Formate und für konstante Textblöcke bzw. Bedienfolgen, Druck-Wiederholfunktion und Datenaustausch mit externen Medien (Lochband, Magnetband) über Zusatzmodule

Technische Daten:
    -Schreibgeschwindigkeit: 20 Zeichen/s
    -Typenträger: Typenscheibe 96 Zeichen
    -max. Papierbreite: 377mm
    -Schriftteilung: 1/10", 1/12", Proportionalschrift
    -Speicherkapazität: 3800Byte
    -Datenerhalt: 72Stunden
    -Leistungsaufnahme: 120W
    -Maße und Gewicht: 640x545x175 mm,  27Kg

MM 6001


Ein Magnetbandmodul als Zusatzgerät zur elektronischen Schreibmaschine S 6001, entwickelt vom Robotron-Vertrieb Erfurt. Das Modul MM 6001 gestattet es, Texte aus dem sehr begrenzten Speicher der Maschine auf handelsübliche Magnetbandkassetten zu übertragen. Auf einer Kassette fanden bis zu 200 Maschinenseiten Platz

S6120


Mit den Maschinen der Baureihe S6100 stellte das Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt zur Leipziger Frühjahrsmesse 1986 ein komplettes leistungsmäßig abgestuftes Programm in modernerem Design vor

Technische Daten:
    -Schreibgeschwindigkeit: 12-17 Zeichen/s
    -maximale Papier-/Schreibbreite: 420/320mm
    -Typenträger: 100 Zeichen Typenrad
    -Schriftteilung: 1/10", 1/12", Proportionalschrift
    -Konstantenspeicher: 2 Speicher ( 230Byte)
    -Korrekturspeicher: 200 Byte
    -Tastaturpufferspeicher: 200 Byte
    -Datenerhalt: ca. 17 Tage über Akku
    -Optionen: Interface CCITT V 24, EIA RS 232 C
    -Leistungsaufnahme: 70W
    -Maße und Gewicht: 582x534x190 mm 19,2Kg

S6125



Die S6125 wurde erweitert um eine acht stellige alphanumerische Anzeige und einige LED für Bedienhinweise, Statusinformationen und die automatische Formatverwaltung. Ein 200 Zeichen umfassendender Korrekturspeicher, 1Kbyte Konstantenspeicher sowie 360 Byte Formatspeicher für vier Formate qualifizierte sie für gehobenere Ansprüche. Die Option einer integrierten seriellen Schnittstelle wurde bei dieser Maschine anscheinend nicht angeboten

S6130


Das leistungsfähigste Gerät der Baureihe war die S6130 mit  Kassettenanschluss zum Abspeichern von Texten. Sie verfügte über einfachste Korrekturmöglichkeiten über die gesamte Textseite, automatische Funktionsabläufe der Textverarbeitung und -gestaltung unter Nutzung einer zwölf stelligen Alphanumerischen Anzeige und die Möglichkeit des wiederholten Schreibens aus dem Speicher. Weitere Funktionen waren das Tabellenprogramm und der Blocksatz. Die Speicherkapazität betrug 8Kbyte RAM und teilte sich in 7Kbyte für 10 Konstantenspeicher (z.B. für Adressen, Grußformeln), 3 Vorgangsspeicher (für Texte)und 0,5 Kbyte für 4 Formatspeicher auf.  Als Option wurde auch ein serielles Interface V.24 angeboten, welches einen bidirektionalen Mode beherrschte, die Maschine konnte so auch als Tastatur verwendet werden, wobei die letzten 12 Zeichen im Display angezeigt wurden.


Kompaktschreibmaschinen



S6005 unter dem Label Privileg electronic 2300


Die Vertreter der elektronischen Kompaktklasse aus der 6000er Serie, produziert  ab 1984 im VEB Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt (kurz BWK)
Technische Daten:
    -Schreibgeschwindigkeit: 12 Zeichen/s
    -maximale Papier-/Schreibbreite: 330/270 mm
    -Typenträger: 100 Zeichen Typenrad
    -Schriftteilung: 1/10", 1/12", 1/15"
    -Speicherkapazität: Kurztextspeicher 165 Zeichen und
     Korrekturspeicher max.165 Zeichen
    -Datenerhalt: keine Pufferung
    -Optionen: Interface V 24, Centronics, Commodore
    -Leistungsaufnahme: 50W
    -Maße und Gewicht: 485x422x158 mm  , <10Kg

Als "Option" erhielt die 6005 später noch eine Schnittstelle zur Rechnerkopplung, dabei wurde nur die Tastaturmatrix auf einen Stecker an der Rückseite geführt, wo eine Interfacebox (s.u.) angeschlossen wurde.

S6006


Nachfolger Erika 6006 stellte der VEB Robotron-BuchungsmaschinenwerkKarl-Marx-Stadt 1987 zur Leipziger Frühjahrsmesse als technische Weiterentwicklung vor. Die Maschine erhielt einen Modulschacht für Erweiterungen und der Festspeicher wurde von 5 auf 10 KByte verdoppelt. Als Erweiterungsmodule wurden Schnittstellen für Computer, RAM-Erweiterungen und ein Fakturierrechenmodul zum rationellen Erstellen von Rechnungen angeboten. Der Textspeicher, welcher ohne Memory-Modul 397 Zeichen und Funktionen umfasste konnte mit Modul auf 3973 aufgestockt werden. Der Preis der Maschine lag etwa bei 3500 Mark und für ein V.24-Modul kamen noch mal etwa 700 Mark dazu.

S6007 als Exportversion SIGMA 8600i



Zur Frühjahrsmesse 1989 folgte die Erika 6007, bei der am Schreibwerk eine Umstellung auf den Einsatz von Typenrädern in Kassettenform, wie von der S3004 bekannt, vorgenommen wurde und welche später auch ein etwas moderneres Gehäuseoberteil bekam. Die S6007 verfügte über einen internen Textspeicher von 400 Zeichen, einen Korrekturspeicher für 256 Zeichen und einen Tastaturpuffer von 32 Zeichen.


Kleinschreibmaschinen



S3004





Die Serie der Typenrad-Kleinschreibmaschinen startete zur Leipziger Frühjahrsmesse 1987 mit der Erika3004 und wurde mit fortschreitender Entwicklung der Technologie in den folgenden Jahren um die Erika 3005, 3006, 3015 und 3016 erweitert
.

Zur Erika-Serie gibt es eine umfangreiche Webseite

S3006





Mit der Einführung eines Displays wurde auf eine zweite Designstudie zurückgegriffen, da bei der ursprünglichen Gehäusevariante kein Platz dafür vorgesehen war

 

Die Kompakt- und Kleinschreibmaschinen gingen auch in größeren Stückzahlen in den Export und sorgten unter Namen wie z.B Präsident electronic 6005i, SERD1500, Privileg electronic 2300, Elite S7000 electronic, Erika electronic portable, Hercules electronic portable oder Sigma 8500i bzw. Privileg 1200/1300/1400, Präsident 6000i/6040i/6060i oder Sigma 8200i/8300i für den Devisennachschub. So lag z.B. der Preis der 6005 zur damaligen Zeit in der DDR bei etwa 2500 Mark und in der BRD bei knapp 600 DM.

Zubehör






IF6000 für S300x (V.24)



CCE für S300x (Commodore, Centronics)


ICC für S300x/S600x (Commodore, Centr.)


IF RS232 C für S600x (V.24)


S6010/11 V.24


Interfaceboxen  für das Betreiben der Schreibmaschinen am Computer, CCE und ICC stammen aus "westlicher" Produktion für die  Exporttypen der 300x und 600x Reihen 

 

 

 

 

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